Leichtathletik Trio mit guten Leistungen bei den Kreismeisterschaften in Lüchow

Sonntag, 23. Juni 2019 - 23:41 Uhr

3 Kreismeistertitel und 9 Treppchen-Plätze

Am Samstag den 15. Juni hat ein Leichtathletik-Trio des TSV Schnega  an den Kreismeisterschaften in den Einzel-Disziplinen teilgenommen. Auf der Sportanlage in Lüchow zeigten die Drei bei schwierigen Wetterbedingungen, es war schwül-warm und stark windig, einen guten Wettkampf. Julius Riewenherm MJU18 hatte fünf Disziplinen abzuarbeiten. Im 100m Sprint erreichte er mit 12,2 Sek. eine neue Bestleistung. Die 400m die Julius zur Vorbereitung auf einen 10-Kampf Anfang Juli in Bad Bevensen zum ersten Mal gelaufen ist beendete er nach 63,7 Sek. Nach zuletzt vielen Problemen im Hochsprung klappte der in Lüchow für ihn richtig gut. Die übersprungenen 1,60m waren nur 1cm unter seiner Bestleistung. In allen drei Disziplinen bekam Julius die Silber-Medaille. Die Kreismeistertitel sicherte er sich mit guten 5,18m im Weitsprung, das waren nur 5cm unter seiner Bestleistung die er im Dezember in Hamburg in der Halle gesprungen war, und mit guten 11,30m im Kugelstoßen. Finn Müller MJU18 trat zu zwei Disziplinen an. Mit der 5Kg schweren Kugel knackte er endlich die ersehnte 10m Marke. 10,11m waren für ihn eine Steigerung der persönlichen Bestleistung um 34cm und die Silber-Medaille. Auch über die 100m kommt er immer besser auf Touren. Die 12,8 Sek. waren eine Verbesserung um 0,78 Sek. und damit erstmals eine Zeit unter 13 Sek., dafür bekam er die Bronze-Medaille. Das Trio komplettiert hat Saskia Pinnisch die in der WJU18 startet. Saskia wurde im 100m Sprint konkurrenzlos mit einer Zeit von 16,2 Sek. Kreismeisterin und bekam für 7,39m mit der 3Kg schweren Kugel die Silber-Medaille.

Leichtathletik_Kreismeisterschaften_Luechow-06_2019.jpg

Hoch zufrieden war Finn mit seinem Ergebnis (10,11m) im Kugelstoßen


Ex-Weltklasse-Kugelstoß Buder trainierte in Schnega

Sonntag, 23. Juni 2019 - 23:37 Uhr

Gebannt und aufmerksam hörten die jungen Leichtathletinnen und Leichtathleten des TSV Schnega zu, was ihnen der frühere Weltklasse-Kugelstoßer Oliver-Sven Buder in der Gruppe oder einzeln erklärte. "Ihr müsst mehr Emotionen mit reinnehmen und mit Leidenschaft stoßen. Du hast zu wenig Druck gemacht, traut euch alle etwas zu. Beim Ausstoßen müsst ihr in die Streckung kommen. Erst kommen die Beine, dann die Arme. Den Ellenbogen musst Du etwas länger oben lassen. Nach dem Angleiten müsst ihr euch mit dem Schwungbein aktivabdrücken. Geht mit dem Körper hinterher." Der Experte hatteviel Tipps parat, um dem Leichtathletik-Nachwuchs die technisch anspruchsvolle Disziplin ein weiteres Stück näher zu bringen.

So verging am Dienstagabend auf dem Sportplatz in Schnega ein knapp zweistündiges Training mit Oliver-Sven Buder, der in den 1990er-Jahren zu den weltbesten Kugelstoßern gehörte, wie im Fluge. Der 52-Jährige, der seine größten Erfolge 1997 und 1999 mit dem Gewinn der Silbermedaillen bei den Weltmeisterschaften mit 21,24 m und 21,42 m feierte und unter anderem 1996 Fünfter bei den Olympischen Spielen in Atlanta geworden war, war einer zweiten Einladung des TSV Schnega gefolgt. Vor viereinhalb Jahren hatte Buder, der mit Andrea Eva, der Mutter der drei TSV-Leichtathletik-Talente Leni, Maxine und Merle Eva in Salzwedel zusammenarbeitet, schon einmal ein Training in Schnega geleitet.

Nun stellte der Ex-Weltklasseathlet fest, dass der TSV-Nachwuchs deutliche Fortschritte im Kugelstoßen gemacht hat. "Es sind gute Ansätze da, es ist Potenzial vorhanden", beurteilte der sympathische Zwei-Meter-Mann schon nach den ersten Stoßversuchen aus dem Stand, bei denen er einen Leistungscheck der Jungen und Mädchen vornahm. Bei mehreren Übungen - auch mal ohne die Kugel - veranschaulichte er, was die Kinder und Jugendlichen besser machen können. "Merle. Ruhig anfangen und dann explodieren, das war zu Beginn etwas zu hektisch", erklärte er unter anderem der ältesten der drei Eva-Schwestern, worauf sie beim nächsten Versuch zu achten habe.

"Mir hat es wie beim ersten Mal sehr gut gefallen. Seine Tipps haben mir sehr geholfen. Ich will versuchen, sie umzusetzen", war auch die 16-jährige Saskia Pinisch angetan von dieser Extra-Schicht. Der gleichaltrige Finn Müller, der einer der besten Werfer und Kugelstoßer in der U18 in Lüchow-Dannenberg ist, war ebenso begeistert von der ausgiebigen Übungseinheit. "Das war komplett gut und etwas ganz anderes, mit einem Profi zu trainieren. Er hat jedem einzelnen gezeigt, wie man es machen soll, damit es besser funktioniert. Außerdem war er sehr witzig und nicht so ernst und hat viel rübergebracht", war es für Finn Müller ein besonderer Abend. Für den Sohn von TSV-Jugend-Coach Andreas Müller machte sich das intensive Training sogleich bezahlt. Finn Müller, der erst wenige Tage zuvor seine persönliche Bestmarke mit der 5-kg-Kugel bei den Kreismeisterschaften in Lüchow auf 10,11 m geschraubt hatte, legte einen 10,70-m-Versuch hin. "Den würde ich gerne im nächsten Wettkampf bestätigen", kündigte der 16-Jährige an. Der gab wie alle anderen alles an diesem Abend und erntete von Oliver-Sven Buder auch noch einen netten Spruch nach einem misslungenen Versuch: "Wenn du nicht geworfen hättest, wäre es ein guter Stoß gewesen", kommentierte der ehemalige Weltklasse-Kugelstoßer scherzhaft, als Müllerdie Kugel zu früh vom Hals weg aus den Händen hatte gleiten lassen.

"Das war klasse. Oliver kann den Jugendlichen natürlich einen ganz anderen Input geben als ich. Er hat ihnen Tricks und Kniffe gezeigt und erklärt, was sie besser machen können", war TSV-Jugendtrainer Andreas Müller hellauf begeistert von der Extra-Trainingseinheit. "Er fand das auch super und würde es gerne wiederholen", betonte Müller, dass es nicht nur seinen Schützlingen viel Spaß bereitet habe. "Das war super. Wenn ich mehr Zeit hätte, könnte ich mir vorstellen, das öfter zu machen. Für ihre Altersklassen und ihren Leistungsbereich haben die Jungen und Mädchen das sehr gut gemacht", lobte Oliver-Sven Buder die elf eifrigen Leichtathletinnen und Leichtathleten aus dem Südkreis.

EJZ_21-06-2019.jpg

Quelle: EJZ - Christian Ehlert


Leni Eva knackt bei ihrem 7-Kampf Debüt in Bad Harzburg bei den Landesmeisterschaften weiteren Kreisrekord

Montag, 17. Juni 2019 - 22:51 Uhr

1Kreisrekord und einige Bestleistungen

Bei den Mehrkämpfen die am 15. und 16. Juni in Bad Harzburg ausgetragen wurden  ermittelten die Leichtathletik-Verbände aus Niedersachsen und Bremen ihre Landesmeister. Entsprechend hoch war auch das Niveau der Veranstaltung. Hoch motiviert nahm auch Leni Eva  ihren ersten 7-Kampf in Angriff, für den die W13 Sportlerin des TSV Schnega wieder in der Altersklasse W14 starten musste. Am Samstag wurden zuerst die Disziplinen für den 4-Kampf abgearbeitet. Für Leni stand als erstes Hochsprung an. Dort übersprang sie 1,32m und verbesserte ihre persönliche Bestleistung aus der Freiluft-Saison um 1cm. Im anschließenden Weitsprung stellte Leni mit 4,52m ihre Bestleistung die sie eine Woche zuvor in Lüchow beim Block-Wettkampf aufgestellt hatte ein. Beim 100m Sprint blieb die Uhr bei 13,98 Sek. stehen. Das war mit elektronischer Zeitnahme erstmals eine Zeit unter 14 Sek. Nach dem Kugelstoßen, die 3Kg Kugel ist bei 7,74m gelandet, war ihr die Enttäuschung doch anzumerken da sie mit einer Weite von deutlich über 8m gerechnet hatte. Umgerechnet standen am Ende des ersten Tages 1746 Punkte auf ihrem Konto. Das waren im 4-Kampf 2 Punkte mehr als bisher und bedeutete Platz 27 von 59 Mädchen die in die Wertung kamen. War es am Samstag noch sehr warm, schwül und zeitweise recht stürmisch, so gab es am Sonntag mit 17 Grad und Nieselregen schon fast einen Temperatursturz. Zusätzlich zu den Belastungen vom Samstag hatte Leni am Sonntag mit Knie-Problemen zu kämpfen. Deshalb ist sie die 80m Hürden auch sehr verhalten angegangen. Die gestoppten 15,00 Sek. lagen dann auch deutlich über ihrer Bestleistung. Der 500g Speer flog dann auf gute 23,34m. Im abschließenden 800m Lauf hat Leni dann die Zähne zusammen gebissen und ist nach 3:07,35 Minuten, das sind 3,05 Sek. weniger als bisher, ins Ziel gekommen. In ihrem ersten 7-Kampf sammelte sie 2954 Punkte. Damit hat sie die 3000 Punktemarke zwar verfehlt, aber den W14 Kreisrekord den Lea Schilling 2014 im 7-Kampf aufgestellt hatte um 21 Punkte gesteigert und in der Gesamtwertung einen guten 24 Platz unter 41 Mädchen erreicht. Leni war am Ende des Wettkampfes völlig platt aber überglücklich das  sie ihren ersten 7-Kampf gemeistert hatte.

 Leichtathletik_Bad_Harzburg_Landesmeisterschaften_06-2019.jpg

Kugelstoßen ist eine der Disziplinen die zum 7-Kampf gehören den Leni in Bad Harzburg gemeistert hat


Der TSV Schnega feiert 100-jähriges Bestehen

Montag, 17. Juni 2019 - 18:54 Uhr

Familiäre Sportfeier beim Traditionsclub im Südkreis

EJZ_100_Jahre_TSV-1.jpg

Vor einem Vierteljahrhundert hat der TSV Schnega mit einem großen Fest sein 75-jähriges Bestehen gefeiert. "Der TSV bereichert das Leben in der Gemeinde Schnega immens", stellte Friedrich Grünhagen vom Schützenverein Warpke damals fest. 25 Jahre später hat sich daran nichts geändert. Auch als rüstiger 100-Jähriger ist der Turn- und Sportverein im Südkreis eine feste Größe im gemeinschaftlichen Leben. Das wurde gestern und am Sonnabend beim gelungenen Jubi-läumswochenende anlässlich des runden Geburtstages auf der Sportanlage deutlich.

Während am Sonntag ein Feldgottesdienst sowie der offizielle Festakt mit Gästen und Ehrungen sowie Vorstellungen der Sparten und Abteilungen eher ruhigere Akzente setzten, lautete das Motto am Sonnabend bei den "Spielen ohne Grenzen" Mitmachen und Spaß haben. Knapp 20 Fünfer-Teams nutzten die vielfältigen Möglichkeiten, um sich auf dem Fußballplatz sportlich zu betätigen. Der Vorstand hatte sich viel Mühe gemacht und bei der Organisation von immerhin 16 Spiel- und Sportstationen auch die Sparten mit ins Boot geholt. "Jede Abteilung konnte sich ein, zwei oder drei Spiele ausdenken und hat diese dann auch betreut. Es hat super geklappt, alle haben gut mitgemacht", freute sich nicht nur Christian Amft als stellvertretender Vorsitzender, dass sich der TSV Schnega einmal mehr als große, engagierte Sportfamilie präsentierte. Beim Austüfteln der Stationen hatten die Beteiligten viel Fantasie entwickelt. Nicht nur sportliches Können war gefordert, auch Geschicklichkeit, Teamwork oder Kreativität und Denksport. So galt es beispielsweise, als Staffel den Kofferraum eines Autos möglichst schnell und geschickt zu füllen, so dass eine leere Getränkekiste, ein großer Koffer, eine Kühlbox und ein aufgespannter Regenschirm sowie kleinere Gegenstände wie Bälle, Decken, eine Schaufel und ein Fahrradhelm ihren Platz finden.

Sackhüpfen zu viert in einem großen Bauschuttbeutel gestaltete sich für so manches Team schwieriger als gedacht, ebenso das Erbsen-Plattklopfen mit einem Hammer, nachdem die kleinen grünen Hülsenfrüchte aus einem gedrehten Plastikrohr unerwartet rasch über eine Klopffläche rollten. "Das war gar nicht so leicht", zauderte Daniel Buchwald, der diverse Male daneben zielte. Der Spaßfaktor war dennoch beträchtlich, zumindest bei den zusehenden Teammitgliedern. Angesichts der schwülen Temperaturen kam die Station "Spongebob" bei vielen gut an. Angelehnt an die Figur aus der amerikanischen Zeichentrickserie, musste ein Schwamm in einem Planschbecken befeuchtet, dann von Teammitglied zu Teammitglied geworfen und in einem Maurerkübel ausgequetscht werden, so dass am Ende möglichst viel Wasser zusammen kommt.

EJZ_100_Jahre_TSV-2.jpg

"Das macht Spaß, da kann man sich auch ein bisschen abkühlen", strahlte ein junger Teilnehmer gleich zu Beginn der "Spiele ohne Grenzen". Am Ende hatte das Team Osterfeuer Schnega Bahnhof die meisten Punkte gesammelt und wurde am Nachmittag vor der abschließenden Feier geehrt, bei der im Zirkuszelt prächtige Stimmung herrschte.

Die war auch am Sonntag bestens, als Horst Rakow die Vereinsgeschichte ausführlich resümierte. Zuvor hatte Pastor Wehen beim Feldgottesdienst lobende Worte für den Verein gefunden. Die gab es außerdem für zehn Mitglieder, die im Rahmen des Festkommers vom Kreissportbund (KSB) geehrt wurden. Unter anderem verliehen KSB-Vorsitzender Hans-Jürgen Bosselmann sowie Nicole Walther als Vorstandsmitglied die goldene Ehrennadel an Jürgen Reinke (ein Bericht folgt). Rundherum zufrieden zeigte sich gestern Nachmittag auch der junge Vorsitzende Yannick Krabiell, der den Verein erst seit wenigen Monaten führt. "Das war ein schönes Jubiläumswochenende mit guter Resonanz, zu dessen Gelingen viele engagierte Mitglieder beigetragen haben. So soll das sein.

Quelle: EJZ 17.06.2019 JöRG Wohlfeil

Seite   1   |   2   |   3   |   4   |   5   |   6   |   7   |   8   |   9   |   10   |   11   |   12   |   13   |   14