Leichtathleten des TSV Schnega starten beim Sommersportfest in L├╝chow in die Saison

Donnerstag, 25. Juni 2020 - 09:40 Uhr

Bestleistungen, Kreisrekord und LM-Qualifikation zum Saisonauftakt

Am Samstag dem 20. Juni ging es endlich los mit der Bahnsaison. Lange mussten die Leichtathleten des TSV Schnega auf diesen Tag warten. Durch die Corona-Pandemie und den daraus resultierenden Einschränkungen beim Trainings- und Wettkampfbetrieb wurden alle Wettkämpfe gestrichen. Nachdem Anfang Mai der Trainingsbetrieb wieder ermöglicht wurde sind jetzt, unter Einhaltung der Abstands- und Hygienevorschriften, auch Wettkämpfe wieder möglich. Am Sommersportfest am Samstag auf der Schulsportanlage in Lüchow das vom SC Lüchow ausgerichtet und als Probelauf für die Umsetzung der Corona-Regeln genutzt wurde, nahmen daher auch nur Athleten vom SC Lüchow und TSV Schnega teil. Die Athleten waren so voller Vorfreude auf den ersten Wettkampf des Jahres, das selbst Regen und Wind sie nicht bremsen konnte. In der W14 gingen Leni und Maxine Eva an den Start. Das beide mit dem 500g Speer umgehen können haben sie eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Leni steigerte sich auf 35,87m (+4,80m) knackte damit den 41 Jahre alten Kreisrekord von Kathrin Janiesch LG Wendland und qualifizierte sich mit dieser Weite für die Landesmeisterschaften. Die Norm dafür liegt bei 32m. Fast die gleiche Steigerung ihrer Bestleistung schaffte Maxine. Sie verbesserte sich um 4,74m auf 28,71m. Während Leni mit dem rutschigen Diskusring gut zurecht kam und sich um 35cm auf 26,09m steigerte hatte Maxine arge Probleme und blieb mit 16,44m knapp unter ihrer Bestleistung. Beim Kugelstoßen mit der 3 Kg Kugel zeigte Leni eine Serie guter Stöße. Der Beste landete bei 9,55m. Während Maxine sich beim 100m Sprint, den sie mit 15 Sek. nur minimal über ihrer Bestleistung beendete, über den Rückenwind freute, machte er den Weitsprung zum Lotteriespiel. Mit 4,08m war sie nicht wirklich zufrieden. Lara Kotter W15 begann mit dem 100m Sprint und freute sich ebenfalls über die Windunterstützung. Mit 13,7 Sek. verfehlte auch sie ihre Bestleistung äußerst knapp. Beim Weitsprung ließ auch bei ihr die Freude über den Wind rasch nach, da er doch ziemlich schnell Richtung und Intensität  wechselte. Mehr als 4,60m waren nicht drin. Auch Lara hatte beim Diskuswerfen kaum Probleme mit dem nassen Ring. Mit 21,08m gab es ein Plus von 1,52m ihrer Bestleistung. Mit 7,91m im Kugelstoßen und den 23,11m im Speerwurf zeigte sie eine gute Leistung. In der WJU18 waren Saskia Pinnisch und Merle Eva dabei. Während sich fast alle Sprinter über leichte Windunterstützung freuen konnten hatte es Merle bei ihrem 100m Lauf mit leichtem Gegenwind zu tun, wovon sie sich aber völlig unbeeindruckt zeigte. Mit 13,4 Sek gab es eine Verbesserung von 0,4 Sek. ihrer Bestleistung. Damit war sie an  diesen Tag auch die schnellste aller weiblichen Sprinterinnen. Beim Weitsprung standen für sie 4,32m in der Ergebnisliste. Während Merle mit dem Regen beim Diskuswerfen, das sie mit 20,36m und fast 7m unter Bestleistung beendete, haderte zeigte Saskia einen starken Wettkampf. Mit 23,29m gab es ein Plus ihrer Bestleistung um 1,94m. Saskia kam mit der 3Kg schweren Kugel auf 7,80m. Merle startete im Kugelstoßen als Test für das nächste Jahr in der WJU20 wo mit der 4 Kg Kugel gestoßen wird. 8,45m waren eine gute Weite für sie. Julius Riewenherm und Tim Osten gehören beide der MJU18 an. Julius startete mit 12,5 Sek über die 100m in seinen Wettkampftag. Beim Weitsprung zeigte er dann was sich im Training schon abgezeichnet hatte. Alle seine Sprünge landeten jenseits der 5m Marke. Ärgerlich ist nur das sein bester Sprung, der mit 5,78m (+33cm) gemessen wurde nicht in die Bestenlisten aufgenommen wird, da die zulässige Windunterstützung, die bei 2m/s liegt, mit 2,2m/s um 0,2m/s zu hoch war. Zur Freude von Julius war es die größte Weite aller Springer, die im Weitsprung antraten. Gut waren auch seine Leistungen mit dem 1,5 Kg schweren Diskus (27,72m) und dem 700g Speer der bei 37,90m stecken blieb. Tim blieb mit 8,97m im Kugelstoßen mit der 5 Kg Kugel und 20,16m im Diskuswerfen knapp unter seinen Bestleistungen. Im letzten Wettkampf des Tages dem 400m Sprint verfehlte Tim seine Bestzeit zwar um 4 Sek. war aber mit 64,8 Sek schnellster Läufer das Tages über die Stadionrunde. Finn Müller hatte seinen ersten Wettkampf in der MJU20 wo mit deutlich schwereren Geräten geworfen und gestoßen wird. Mit der Kugel die jetzt 6 Kg wiegt, und damit 1 Kg mehr als bisher, schaffte er auf Anhieb die 10m Marke. Mit 10,25m lag er nur knapp 15cm unter seiner Bestleistung die er mit der 5 Kg Kugel gestoßen hatte. Der Diskus der 1,75 Kg wiegt und damit 0,25 Kg mehr als bisher landete, geschuldet durch den Regen und dem rutschigen Ring, nur bei 22,17m. Trainer, Sportler und Betreuer zeigten sich überrascht durch die guten Leistungen. Denn immerhin mussten die Athleten von März bis Mai das Training in Eigenregie durchführen. Und das haben sie anscheinend auch recht gut umgesetzt.

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Das Leni Speerwerfen kann zeigte sie eindrucksvoll beim Sommersportfest in Lüchow. Ihre 35,87m waren  persönliche Bestleistung,
Kreisrekord und LM-Qualifikation  (Foto: TSV Archiv)


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